Inhalt ∗ 12 Abschnitte
- 01Was ist ein Content-Team, und wie groß ist es wirklich?
- 02Welche Rollen braucht ein Content-Team?
- 03Welche Wege gibt es, und was kosten sie?
- 04Was kostet eine eigene Stelle wirklich?
- 05Was kosten Freelancer und Agentur?
- 06Reicht ein KI-Werkzeug, wenn du selbst schreibst?
- 07Was kostet ein Content-Team aus digitalen Mitarbeitern?
- 08Welche Fehler passieren beim Aufbau am häufigsten?
- 09Wann du kein Content-Team brauchst
- 10Was bleibt, egal welche Werkzeuge kommen
- 11Häufige Fragen
- 12Quellen
[ KURZ GESAGT ]
Ein Content-Team im Mittelstand braucht vier Rollen: Strategie, Schreiben, Freigabe und Messen. Abgeben lässt sich vor allem das Schreiben, den Rohstoff aus Erfahrungen und Kundenfragen liefert ihr selbst. Für zwei LinkedIn-Köpfe und einen wöchentlichen Newsletter kostet ein Content-Team im ersten Jahr nach eigener Rechnung rund 23.600 bis 26.900 € mit einer Teilzeitstelle, 47.000 bis 54.000 € in Vollzeit, 41.000 bis 60.000 € beim Freelancer und hochgerechnet ab 84.000 € bei einer Agentur.
Einer der fünf Wege ist unserer: ein Content-Team aus digitalen Mitarbeitern. Wo er stärker ist als die anderen, zeige ich es mit Zahlen. Wo ein anderer Weg besser passt, steht es auch dabei.
Irgendwann fällt im Führungskreis der Satz: „Wir müssten mal ein Content-Team aufbauen.“ Drei Wochen später sucht eine Stellenanzeige die Content-Managerin, die LinkedIn, Newsletter, Website, Messestand, Videos und bitte auch das Intranet übernimmt. Bewerben werden sich bestimmt zahlreiche Einhörner.
Bevor du die Anzeige schaltest: Ein Content-Team ist im Mittelstand selten eine Abteilung. Es sind ein paar Rollen, die jemand übernehmen muss. Welche das sind, wer sie realistisch trägt und was die Wege kosten, rechne ich hier durch. Worüber ihr überhaupt reden wollt, klärt vorher die Content-Strategie für B2B.
Was ist ein Content-Team, und wie groß ist es wirklich?
Ein Content-Team sind die Menschen und Werkzeuge, die regelmäßig Inhalte für ein Unternehmen planen, schreiben, freigeben und auswerten. In Konzernen heißt das Redaktion, mit Chefin vom Dienst und Textchef. Im Mittelstand heißt es meistens: eine Person im Marketing, die Geschäftsführung und der Vertrieb, jeder mit ein paar Stunden.
Das ist kein Zeichen von Rückstand. Auch dort, wo Content-Marketing eine eigene Disziplin ist, sind die Teams klein:
54 %
Im Mittelstand mit 10 bis 100 Leuten vermute ich eher kleinere Teams, gemessen habe ich das nicht. Nützlicher als „Wie viele Leute stellen wir ein?“ ist deshalb die Frage: Wer übernimmt welche Rolle?
Welche Rollen braucht ein Content-Team?
Vier Rollen, egal ob ein Konzern oder ein Ingenieurbüro mit 40 Leuten. Nur verteilen sie sich im Mittelstand anders:
| Rolle | Was dazugehört | Wer das im Mittelstand meist macht | Abgeben? |
|---|---|---|---|
| Strategie | Ziel, Zielgruppe, Themensäulen, Kanäle, Takt | Geschäftsführung, zusammen mit dem Vertrieb | beraten lassen ja, entscheiden nein |
| Schreiben | Entwürfe, Fassung je Kanal, Betreff, Einplanen | die Lücke: Marketing, Freelancer, Agentur oder digitale Mitarbeiter | ja, am leichtesten |
| Freigabe | lesen, ändern, Okay geben | die Person, deren Name über dem Text steht | nein |
| Messen | Takt prüfen, Resonanz zählen, im Erstgespräch nachfragen | Marketing zählt, Vertrieb fragt | zum Teil |
Tabelle: eigene Einordnung, Stand 24.9.2026, keine Erhebung.
Dazu kommt eine fünfte Aufgabe, die in keiner Stellenanzeige steht: den Rohstoff liefern. Gemeint sind Erlebnisse, Meinungen und die Fragen, die Kunden immer wieder stellen. Den Rohstoff liefern die sichtbaren Köpfe, im Mittelstand nach meiner Erfahrung am besten 2 bis 4, und der Vertrieb. Kaufen kann ihn niemand.
Dass die Besetzung mehr zählt als die Technik, legt die aktuelle Befragung des Content Marketing Institute nahe. Wer dort sein Content-Marketing als wirksam einstufte, nannte als Grund am häufigsten Relevanz und Qualität der Inhalte (65 %) und die Fähigkeiten des Teams (53 %), Technik und Werkzeuge erst danach (43 %).[2] Das sind Selbstauskünfte, überwiegend aus Nordamerika.
Bei der Freigabe gibt es übrigens keinen Stellvertreter. Wer freigibt, trägt die Verantwortung für den Text, egal wer ihn geschrieben hat.
Welche Wege gibt es, und was kosten sie?
Aus den Rollen folgt fast von selbst eine Mischform: Strategie, Rohstoff und Freigabe bleiben im Haus, nur für das Schreiben suchst du dir einen der Wege unten. Damit sich die Wege vergleichen lassen, rechne ich alle an einem Beispiel: zwei Köpfe auf LinkedIn mit je 3 Beiträgen pro Woche, dazu ein Newsletter jede Woche. Das sind 312 Beiträge und 52 Ausgaben im Jahr.
Wöchentlich liegt über dem Schnitt: B2B-Versender im DACH-Raum verschickten 2024 laut Inxmail-Benchmark 3 Mailings im Monat.[3] Versendest du seltener, werden Freelancer und Agentur entsprechend günstiger. Mit meinen Erfahrungswerten von 1,75 Stunden je Beitrag für Ungeübte und 3 Stunden je Newsletter-Ausgabe sind es im Beispiel rund 13,5 Stunden Arbeit pro Woche.
| Weg | Kosten im ersten Jahr | Aufwand für dich | Passt, wenn |
|---|---|---|---|
| Eigene Stelle | Vollzeit rund 47.000 bis 54.000 €, 20 Stunden rund 23.600 bis 26.900 €, dazu Suche | Einarbeitung, Führung, Rohstoff, Freigabe | Vollzeit: es Arbeit für eine ganze Stelle gibt. 20 Stunden: du die passende Person findest und hältst |
| Freelancer | rund 41.000 bis 60.000 € | Briefing oder Interview, Freigabe | du einen Menschen willst, der nachbohrt |
| Agentur | nur LinkedIn ab rund 32.000 €, mit Newsletter hochgerechnet ab rund 84.000 € | Abstimmungsrunden, Freigabe | Strategie, Grafik oder Kampagnen dazugehören |
| KI-Werkzeuge selbst bedienen | rund 240 bis 480 US-Dollar plus Steuern | rund 8 bis 13,5 Stunden pro Woche | jemand gern schreibt und die Stunden hat |
| Lena und Nuno bei staaff (wir) | 35.400 €, davon 3.000 € einmalig | rund 40 bis 60 Minuten pro Woche für LinkedIn, dazu jede Mail freigeben | es nur um LinkedIn und E-Mail geht und mehrere Köpfe jede Woche liefern sollen |
Tabelle: Beispiel mit 312 LinkedIn-Beiträgen und 52 Newsletter-Ausgaben im Jahr, Stand 24.9.2026, Preise netto, bei der Stelle Arbeitgeberkosten. Rechenweg und Risiken je Weg in den Abschnitten unten und im Kasten „Methode und Grenzen“.
Die Einzelpreise je Kanal stehen in Was kostet LinkedIn-Ghostwriting? und Newsletter schreiben lassen.
Was kostet eine eigene Stelle wirklich?
Was eine Content-Managerin verdient, hängt schon von der Quelle ab:
| Quelle | Brutto im Jahr | Spanne |
|---|---|---|
| StepStone, Median | 38.800 € | 32.500 bis 47.000 € |
| gehalt.de, Median bei 40 Wochenstunden | 44.230 € | 39.489 bis 49.540 € (mittlere Hälfte) |
| gehalt.de, Durchschnitt in Unternehmen unter 100 Beschäftigten | 40.982 € | ∗ |
| gehalt.de, Durchschnitt mit über 9 Jahren Erfahrung | 48.188 € | ∗ |
Tabelle: Stand 24.9.2026, gehalt.de nennt kein Erhebungsdatum.[4][5]
Auf das Gehalt kommt der Arbeitgeberanteil:
- Laut Beitragstabelle der TK zahlst du 2026 als Arbeitgeber 7,3 % Kranken-, 1,8 % Pflege-, 9,3 % Renten- und 1,3 % Arbeitslosenversicherung.[6]
- Dazu die Hälfte des durchschnittlichen Zusatzbeitrags von 2,9 %, also 1,45 %. Zusammen sind das 21,15 %.
- Dazu Umlagen von 0,44 % für Mutterschaft und 0,15 % für Insolvenzgeld. Je nach Betriebsgröße kommt die Umlage für Krankheit dazu, bei der TK im Standard 2,1 %, außerdem der Beitrag zur Berufsgenossenschaft. Beides lasse ich hier weg.
- Die beiden Mediane mal 1,2174 ergeben rund 47.200 bis 53.800 € im Jahr. Mit über neun Jahren Erfahrung sind es, auf Basis des Durchschnitts, rund 58.700 €.
In Was kostet LinkedIn-Ghostwriting? rechne ich mit mehr, 4.000 bis 6.000 € brutto im Monat, weil dort eine erfahrene Person für Geschäftsführer schreibt. Die Mediane hier beschreiben den Markt für Content Manager insgesamt.
Dann die Zeit, in der niemand schreibt. Arbeitnehmer waren 2025 im Schnitt 14,6 Arbeitstage krankgemeldet. Gezählt werden dabei nur Krankmeldungen über drei Tage, tatsächlich dürften es also mehr sein.[7] Vollzeitkräfte hatten in den meisten Branchen mindestens 28 Urlaubstage, allerdings laut Daten von 2018.[8] Zusammen sind das knapp 43 Arbeitstage, also gut 8 Wochen. Wer da nicht vorplant, hat Lücken im Takt.
Und vor dem ersten Arbeitstag steht die Suche:
157 Tage
Das gilt für alle bei der Bundesagentur gemeldeten Stellen, nicht speziell für Content-Stellen, und zählt erst ab dem Wunschtermin. Laut Bundesagentur hat eine Änderung in der Betreuung der Stellen den Wert im August zusätzlich erhöht. Die Einarbeitung kommt danach noch dazu.
Rechnerisch der günstigste Weg mit einem Menschen ist übrigens die Teilzeit, günstiger auch als wir. StepStone rechnet für 20 Wochenstunden mit rund 19.400 € brutto im Jahr.[4] Mit Arbeitgeberanteil sind das rund 23.600 €, auf Basis von gehalt.de rund 26.900 €. Nach Abzug von Urlaub und Krankheit bleiben gut 16 Stunden pro Woche, genug für das Beispiel. Der Haken: Du musst jemanden finden, der in 20 Stunden für die Geschäftsführung schreiben kann, und ihn halten. Wird diese Person krank oder kündigt, steht der Takt, genau wie beim Freelancer.
Passt, wenn es genug Arbeit für eine ganze Stelle gibt: Website, Messen, Vertriebsunterlagen, Social Media. Dann ist eine Person, die das Unternehmen von innen kennt, durch nichts zu ersetzen. Geht es nur um LinkedIn und Newsletter, passt die Teilzeitstelle, sofern du die richtige Person findest.
Passt nicht, wenn es nur um LinkedIn und Newsletter geht und du Vollzeit einstellst. Dann kaufst du 40 Stunden für 13,5 Stunden Arbeit, oder die Stelle füllt den Rest mit Aufgaben, die niemand bestellt hat. Auch die Teilzeit passt nicht, wenn du nicht monatelang suchen willst oder dein Takt keinen Ausfall verträgt.
Was kosten Freelancer und Agentur?
Freelancer
Für LinkedIn nennen Freelancerinnen mit öffentlicher Preisliste in unserem Preis-Check 2026 rund 99 bis 135 € je Beitrag.[10] Newsletter-Texte kosten bei Freelancern mit Preisliste rund 200 bis 350 € je Ausgabe.[11][12] Aufs Beispiel gerechnet sind das rund 41.000 bis 60.000 € im Jahr.
Gegenprobe: Freelancer in Marketing und Kommunikation nannten im Freelancer-Kompass 2026 im Schnitt 94 € je Stunde.[13] Mal 13,5 Stunden pro Woche wären das rund 66.000 € im Jahr. Dass die Preise je Beitrag darunter liegen, erkläre ich mir so: Profis schreiben schneller als Ungeübte. Gemessen habe ich das nicht.
Passt, wenn du einen Menschen willst, der dich interviewt, nachbohrt und widerspricht.
Passt nicht, wenn zwei Köpfe und zwei Kanäle an einer Person hängen. Wird sie krank, steht alles.
Agentur
Agenturen mit erkennbarem Preis je LinkedIn-Beitrag liegen laut Preis-Check bei rund 104 bis 313 €, nur ecommaze nennt 300 bis 600 €, teils kommt eine Einrichtung dazu.[10] Aufs Beispiel gerechnet kostet allein LinkedIn damit rund 32.000 bis 98.000 € im Jahr, mit den Preisen von ecommaze bis rund 187.000 €.
Für einen wöchentlichen Newsletter habe ich bei keiner Agentur einen öffentlichen Preis gefunden. Ein Anhaltspunkt: Eine B2B-Agentur für Newslettermarketing beginnt bei 1.200 € Honorar im Monat inklusive Mehrwertsteuer, im Jahresvertrag, und empfiehlt 8 bis 12 Ausgaben im Jahr.[14] Netto sind das rund 1.000 bis 1.500 € je Ausgabe. Linear auf 52 Ausgaben hochgerechnet wären das 52.000 bis 78.000 €, zusammen mit LinkedIn also ab rund 84.000 €. Ob eine Agentur für wöchentlichen Versand so rechnen würde, steht nirgends. Für den Aufpreis bekommst du oft mehr als Text: Strategie, Grafik, Einplanen, Auswertung.
Passt, wenn Strategie, Design und Kampagnen aus einer Hand kommen sollen und dir Abstimmungsrunden nichts ausmachen.
Passt nicht, wenn das Budget knapp ist oder du nur Schreibkraft suchst. Achte auf die Laufzeit: Manche Agenturen arbeiten mit Jahresverträgen, WhyWORDS und Bosse & Partner etwa sind laut Preis-Check monatlich kündbar.[10] Und wechselt dort die zuständige Person, beginnt das Einlernen deiner Stimme von vorn.
Reicht ein KI-Werkzeug, wenn du selbst schreibst?
Beim Geld auf jeden Fall. Claude Pro kostet 20 US-Dollar im Monat bei monatlicher Zahlung, ohne etwaige Steuern, eine kostenlose Stufe gibt es auch.[15] Zwei Abos sind rund 480 US-Dollar im Jahr.
Bei der Zeit sieht es anders aus. In einem Experiment mit 453 Fachleuten sank die Zeit für berufstypische Schreibaufgaben mit ChatGPT um 40 %, die Qualität stieg um 18 %.[16] Das waren kurze, vorgegebene Aufgaben ohne eigene Erfahrung darin. Und unter den B2B-Marketern, die KI für Inhalte nutzen, sehen 87 % mehr Produktivität, aber nur 39 % bessere Ergebnisse ihrer Inhalte.[2] Schneller heißt also nicht automatisch wirksamer.
Aufs Beispiel übertragen bleiben mit 40 % weniger Zeit rund 8 Stunden pro Woche. Setzt du deine Stunde an wie ein Freelancer im Marketing, sind das rund 39.600 € im Jahr, die auf keiner Rechnung stehen.
Passt, wenn du oder jemand im Team gern schreibt, Ideen hat und die Stunden wirklich im Kalender stehen.
Passt nicht, wenn die Zeit schon heute fehlt. Dann hast du ein Abo mehr und denselben leeren Redaktionsplan.
Was kostet ein Content-Team aus digitalen Mitarbeitern?
Ein digitaler Mitarbeiter ist KI mit einer festen Rolle, die nach der Arbeitsweise eines menschlichen Ausbilders arbeitet. Sie schlägt Themen vor, schreibt Entwürfe in deiner Stimme und lernt aus deinen Korrekturen. Was hinter dem Begriff steckt, erklärt Was ist Agentic Content Marketing?
Bei staaff sieht das so aus, alle Preise netto:
- Lena, LinkedIn-Ghostwriterin: 900 € im Monat je Account, bis 10 Beiträge pro Woche je Account
- Nuno, E-Mail-Copywriter: 900 € im Monat je Unternehmen, bis 10 Ausgaben pro Woche, dazu Kampagnen auf Auftrag
- Omar, Funnel-Architekt: bald verfügbar, noch nicht buchbar
- Einarbeitung: 2.000 € einmalig, jeder weitere Account und jeder weitere Mitarbeiter 500 € einmalig
Aufs Beispiel gerechnet: zwei Accounts und Nuno sind 2.700 € im Monat, einmalig 3.000 €, im ersten Jahr 35.400 €. Los geht es nach drei bis vier Wochen Einarbeitung. Dein Aufwand bei Lena: rund 20 bis 30 Minuten pro Woche je Account, um Themen auszuwählen, zu lesen und freizugeben. Ohne Freigabe erscheint nichts, nach der Freigabe plant ein Klick die Beiträge ein. Bei Nuno gibst du jede Mail frei, verschickt wird aus deinem eigenen Versandwerkzeug. Eine feste Minutenzahl dafür haben wir nicht festgelegt.
Seine Stärke zeigt dieser Weg, wenn mehrere Köpfe jede Woche liefern sollen: Im Beispiel kostet er im ersten Jahr 35.400 €, ein Freelancer rund 41.000 bis 60.000 €, und dein Aufwand für LinkedIn bleibt bei rund 40 bis 60 Minuten pro Woche. Ein anderer Weg passt besser, wenn einer dieser Fälle zutrifft:
- Du brauchst mehr als zwei Kanäle. Heute schreibt Lena LinkedIn-Beiträge und Nuno E-Mails. Omar soll Lead-Magnet, Landingpage-Text und die E-Mail-Serie dazu schreiben, ist aber noch nicht buchbar. Blog, restliche Website, Video und Grafik gehören nicht dazu.
- Du postest wenig. Ein Kopf mit einem Beitrag pro Woche kostet bei der günstigsten Freelancerin im Preis-Check rund 430 € im Monat. Bei Lena sind es 900 € plus Einarbeitung.
- Du versendest seltener als wöchentlich. Nuno ist nur buchbar, wenn du mindestens einmal pro Woche versendest. Für einen Newsletter im Monat ist ein Freelancer günstiger.
- Du willst einen Menschen, der nachbohrt. Dann ist ein guter Ghostwriter die bessere Wahl.
- Du willst dich nicht binden. Es gelten drei Monate Mindestlaufzeit ab Go-Live.
[ METHODE UND GRENZEN ]
- Beispiel: 312 LinkedIn-Beiträge und 52 Newsletter-Ausgaben im Jahr, beim Newsletter mehr als der B2B-Schnitt. 1,75 Stunden je Beitrag und 3 Stunden je Ausgabe sind Erfahrungswerte für Ungeübte wie im Rechner auf unserer Preisseite, keine Messung.
- Stelle: Mediane mal 1,2174, Teilzeit linear, ohne Umlage für Krankheit, Berufsgenossenschaft, Suche, Einarbeitung, Arbeitsplatz und Werkzeuge. Der Rechner auf unserer Preisseite rechnet Umlage für Krankheit und Berufsgenossenschaft mit ein und kommt deshalb etwas höher.
- Freelancer und Agentur: Preise aus unserem Preis-Check vom 24.9.2026, nur Anbieter mit öffentlichem Preis, ohne Einrichtung. Agenturen von 104 € (WhyWORDS) bis 313 € (Bosse & Partner) je Beitrag, ecommaze darüber. Einen öffentlichen Agenturpreis für wöchentliche Newsletter gibt es nicht, hochgerechnet ist linear aus einer Agentur mit 8 bis 12 Ausgaben im Jahr, Bruttopreis netto umgerechnet.
- Freelancer-Kompass: nur 6 % der 1.310 Befragten kommen aus Marketing und Kommunikation.
- KI: 40 % Zeitersparnis aus einem Experiment mit kurzen Aufgaben, grob aufs Beispiel übertragen.
- Wir stehen selbst in der Tabelle, unsere Zeile rechnet dasselbe Beispiel mit unseren öffentlichen Preisen.
[ AUS DER PRAXIS ]
Ich habe mir für LinkedIn eine eigene KI-Content-Engine gebaut. Mit Routine und dieser Engine brauche ich für einen guten Beitrag rund 10 Minuten. Das ist ausdrücklich kein Richtwert: Wer ungeübt ist, braucht nach meiner Erfahrung 1,5 bis 1,75 Stunden, also neun- bis zehneinhalbmal so lang. Für die Kosten zählt Übung deshalb nach meiner Einschätzung mehr als der Stundensatz, bei jedem Weg aus der Tabelle: Wer ungeübt nebenbei schreibt, zahlt die langsame Zeit. Warum posten Geschäftsführer im Mittelstand nicht? Nach meiner Erfahrung, weil sie keine Zeit haben und nicht wissen, worüber. Das Erste kann ihnen jemand anderes abnehmen. Beim Zweiten hilft nach meiner Einschätzung vor allem ein Gespräch mit ihnen, schnelleres Schreiben löst es nicht.
∗ Erfahrungswert aus Marvins Projekten, keine öffentliche Quelle
Welche Fehler passieren beim Aufbau am häufigsten?
- Der Werkstudent als Content-Team. Günstig, motiviert, nach drei Semestern weg. Ohne Zugang zur Geschäftsführung schreibt er, was ohnehin im Internet steht.
- Werkzeuge statt Menschen. In der CMI-Befragung zählten 45 % der B2B-Marketer KI-Werkzeuge zu den drei Bereichen, in die sie 2026 mehr investieren wollen, nur 9 % Personal, Weiterbildung und Entwicklung.[2] Ein Abo, das niemand bedient, ist ein teures Lesezeichen.
- Extern ohne Rohstoff. Wer Freelancer, Agentur oder digitale Mitarbeiter beauftragt und dann kein Gespräch, keine Kundenfragen und keine Meinung liefert, bekommt Texte, die unter jedem Logo stehen könnten.
- Freigabe im Umlaufverfahren. Drei Leute lesen, zwei widersprechen sich, einer ist im Urlaub. Freigeben sollte eine Person: die, deren Name über dem Text steht.
Wann du kein Content-Team brauchst
In diesen Fällen sparst du dir das Team:
- Du kannst keine neuen Kunden aufnehmen. Wenn dein Vertrieb über Empfehlungen läuft und ihr ausgelastet seid, baust du Nachfrage auf, die du nicht bedienen kannst.
- Du schreibst gern und hast die Stunden. Dann bist du das Team. Ein KI-Abo und ein fester Termin im Kalender reichen.
- Du brauchst Texte nur einmal. Website-Relaunch oder Imagebroschüre sind ein Projekt. Dafür reicht ein Freelancer mit Festpreis.
- Niemand hat 30 Minuten pro Woche zum Freigeben. Dann scheitert jeder Weg aus der Tabelle, auch der teuerste.
Umgekehrt reicht manchmal keiner der kleinen Wege. Soll Content mehrere Geschäftsbereiche, Länder, Messen und Presse abdecken, brauchst du eine echte Stelle mit Budget oder eine Agentur mit Strategie. Dann ist die Einhorn-Anzeige vielleicht doch berechtigt, nur eben für zwei Menschen.
Was bleibt, egal welche Werkzeuge kommen
Sicher ist: Rohstoff und Freigabe kommen weiter von Menschen, die das Unternehmen kennen. Offen ist, wie ein Content-Team im Mittelstand in drei Jahren aussieht. 2025 testeten 28 % der B2B-Marketer in der CMI-Befragung selbstständig arbeitende KI, nur 3 % nannten sie zentral für ihre Strategie.[2] Das kann sich schnell verschieben, in beide Richtungen.
Woran du merkst, dass bei dir etwas fehlt: Die Schreibzeit sinkt, aber im Erstgespräch sagt trotzdem niemand „Ich lese deine Beiträge“. Dann fehlt der Rohstoff, nicht die Schreibkraft. Ich schaue im März 2027 wieder auf die Zahlen.
[ FRAGEN FÜR DICH ]
- Wer liefert bei euch heute den Rohstoff: Kundenfragen, Meinungen, Erlebnisse?
- Wer gibt frei, und an welchem Wochentag?
- Wie viele Stunden pro Woche kostet euer geplanter Takt, und in wessen Kalender stehen sie?
- Was passiert mit eurem Content, wenn die zuständige Person drei Wochen Urlaub hat?
Häufige Fragen
Was kostet ein Content Manager?
Im Median 38.800 € brutto im Jahr laut StepStone und 44.230 € laut gehalt.de, in Unternehmen unter 100 Beschäftigten laut gehalt.de im Schnitt 40.982 €. Mit rund 21 % Arbeitgeberanteil zur Sozialversicherung plus Umlagen sind das 2026 rund 47.000 bis 54.000 € im Jahr. Eine Stelle mit 20 Stunden kostet rund die Hälfte. Suche, Einarbeitung, Arbeitsplatz und Werkzeuge kommen dazu.
Content Manager einstellen oder Agentur beauftragen?
Eine Vollzeitstelle lohnt sich, wenn es Arbeit für eine ganze Stelle gibt, also deutlich mehr als LinkedIn und Newsletter. Für diese zwei Kanäle ist in meinem Rechenbeispiel eine Teilzeitstelle mit 20 Stunden der günstigste Weg mit einem Menschen, rund 23.600 bis 26.900 € im ersten Jahr, wenn du die passende Person findest und hältst. Eine Agentur passt, wenn Strategie, Design oder Kampagnen dazugehören, und ist im Beispiel hochgerechnet der teuerste Weg. Rohstoff und Freigabe bleiben in jedem Fall bei dir.
Welche Aufgaben hat ein Content Manager im Mittelstand?
Meist alles zwischen Idee und Auswertung: Themen sammeln, schreiben oder Texte einkaufen, einplanen, Zahlen auswerten, oft noch Website und Social Media. Die Strategie legt in kleinen Firmen die Geschäftsführung mit fest. Wichtig ist direkter Zugang zu Geschäftsführung und Vertrieb. Sonst fehlt der Rohstoff, und die Stelle schreibt nur ab.
Kann KI ein Content-Team ersetzen?
Einen Teil der Arbeit, das Team nicht. In einem Experiment mit 453 Fachleuten sank die Zeit für kurze Schreibaufgaben mit ChatGPT um 40 %. Strategie, eigene Erfahrung und die Freigabe liefert aber keine KI, auch keine mit fester Rolle. Lesen, entscheiden und verantworten bleiben bei dir.
[ FÜR EILIGE ]
- Wenn es mehr zu tun gibt als LinkedIn und Newsletter, rechne eine Vollzeitstelle durch, mit Arbeitgeberanteil und Monaten Suche.
- Wenn es nur um diese zwei Kanäle geht und du die passende Person findest und halten kannst, ist eine Teilzeitstelle der günstigste Weg mit einem Menschen.
- Wenn du nicht einstellen willst, nimm einen Freelancer für einen Menschen, der nachbohrt, oder eine Agentur für Strategie, Design und Kampagnen aus einer Hand.
- Wenn du gern schreibst und die Stunden hast, reicht ein KI-Abo.
- Wenn niemand jede Woche freigeben kann, bau noch kein Team, egal welches.
[ BEI STAAFF ]
Wenn in deiner Rollen-Tabelle beim Schreiben noch niemand steht: Bei staaff schreiben unsere KI-Mitarbeiter, Lena die LinkedIn-Beiträge und Nuno die Newsletter. Strategie und Freigabe bleiben bei dir.
Quellen
[ ZULETZT GEPRÜFT AM 24. SEPTEMBER 2026 ]
- Stephanie Stahl, Content Marketing Institute, B2B Content Marketing: 2025 Benchmarks & Trends, 9.10.2024, Befragung von 980 B2B-Marketern, meist aus Nordamerika, vom 25.6. bis 16.8.2024, gesponsert von The MX Group. Primärstudie. Abgerufen am 24.9.2026. ↑
- Robert Rose, Content Marketing Institute, B2B Content and Marketing Trends: Insights for 2026, 8.10.2025, Befragung mit MarketingProfs von 1.015 B2B-Marketern, überwiegend aus Nordamerika, vom 24.6. bis 14.8.2025, gesponsert von Storyblok. Primärstudie. Abgerufen am 24.9.2026. ↑
- AP-Verlag über den Inxmail E-Mail-Marketing-Benchmark 2025, Die wichtigsten KPIs aus 4,2 Milliarden E-Mails, 11.7.2025, E-Mails aus dem DACH-Raum, Daten aus 2024. Medienbericht, Inxmail verkauft E-Mail-Software. Abgerufen am 24.9.2026. ↑
- StepStone, Content Manager/in Gehälter in Deutschland, mit Wert für 20 Wochenstunden. Anbieterdaten. Abgerufen am 24.9.2026. ↑
- gehalt.de, Content-Manager/-in Gehalt, 40 Wochenstunden, Gesamtwert als Median, Werte nach Erfahrung und Unternehmensgröße als Durchschnitt, ohne Erhebungsdatum. Anbieterdaten. Abgerufen am 24.9.2026. ↑
- Techniker Krankenkasse, Beiträge für Arbeitgeber 2026, gesetzliche Beitragssätze, Arbeitgeberanteile und Umlagen, zusammengestellt von der Krankenkasse. Behörde oder Gesetz. Abgerufen am 24.9.2026. ↑
- Statistisches Bundesamt, Krankenstand, Daten aus der Arbeitszeitrechnung des IAB, nur Krankmeldungen über drei Tage, Stand 23.7.2026. Behörde oder Gesetz. Abgerufen am 24.9.2026. ↑
- Statistisches Bundesamt, Urlaubsanspruch, Daten von 2018, Stand 8.12.2020. Behörde oder Gesetz. Abgerufen am 24.9.2026. ↑
- Bundesagentur für Arbeit, Monatsbericht zum Arbeits- und Ausbildungsmarkt, August 2026, abgeschlossene Vakanzzeit gemeldeter Arbeitsstellen in der gleitenden Jahressumme, mit Hinweis auf eine Änderung im August, die den Wert erhöht. Behörde oder Gesetz. Abgerufen am 24.9.2026. ↑
- staaff, Preis-Check 2026: Was LinkedIn-Ghostwriter und Agenturen öffentlich verlangen, 34 Anbieter im DACH-Raum, Seiten am 24.9.2026 abgerufen. Eigene Messung. Stand 24.9.2026. ↑
- lingulogic, Newsletter-Texte, ab 199 €, üblich 250 bis 350 € je Ausgabe, ohne Angabe zu netto oder brutto. Anbieterdaten. Abgerufen am 24.9.2026. ↑
- Die Schreibschneiderei, Preise Werbetexte, Newsletter 220 € zuzüglich Umsatzsteuer. Anbieterdaten. Abgerufen am 24.9.2026. ↑
- freelancermap, Freelancer-Kompass 2026, Stundensatz nach Fachgebiet aus einer Umfrage unter 1.310 Freelancern vom 19.1. bis 8.2.2026, davon 6 % aus Marketing und Kommunikation. Anbieterdaten, freelancermap betreibt eine Vermittlungsplattform. Abgerufen am 24.9.2026. ↑
- ofischer communication, B2B-Agentur für Newslettermarketing, ab 1.200 € Agenturhonorar im Monat inklusive Mehrwertsteuer, Jahresvertrag. Anbieterdaten. Abgerufen am 24.9.2026. ↑
- Anthropic, Claude Preise, Preise ohne etwaige Steuern. Anbieterdaten. Abgerufen am 24.9.2026. ↑
- Shakked Noy, Whitney Zhang, Experimental evidence on the productivity effects of generative artificial intelligence, Science 381 (6654), S. 187 bis 192, 14.7.2023, Zusammenfassung über Crossref gelesen. Primärstudie. Abgerufen am 24.9.2026. ↑
[ SO IST DIESER TEXT ENTSTANDEN ]
Recherche und Entwurf mit KI-Unterstützung, Zahlen und Quellen geprüft, Erfahrungswerte von Marvin Linxweiler.