[ DEFINITION ]
Ein Hook ist der Einstieg eines Beitrags, meist die ersten ein bis zwei Zeilen, der Leser dazu bringen soll, weiterzulesen.
Im Feed hast du ungefähr einen Satz Zeit. Der Hook ist dieser Satz: der Einstieg eines Beitrags, meist die erste Zeile oder die ersten beiden. Auf LinkedIn sehen Leser zunächst nur den Anfang, der Rest wartet hinter „mehr“. Wie viel vor dem Knick steht, hängt von Gerät, Bildschirmbreite und Zeilenumbrüchen ab. Eine offizielle Zeichenzahl von LinkedIn dazu haben wir nicht gefunden. Wer da nicht neugierig macht, hat den Rest ziemlich exklusiv für sich selbst geschrieben.
Was einen guten Hook ausmacht
- Spannung: eine offene Frage, die erst der Beitrag beantwortet.
- Konkretheit: eine Situation, ein Moment, ein klarer Gedanke. Nebelwörter fliegen raus.
- Ehrlichkeit: Er verspricht nur, was der Text auch hält. Clickbait fliegt spätestens im dritten Satz auf.
- Stimme: Er klingt nach dem Menschen, der ihn postet.
Drei Beispiele aus dem B2B-Alltag
Ausgedachte Einstiege, je einer pro Typ:
| Typ | Beispiel |
|---|---|
| Persönliche Szene | Dienstag, 21 Uhr. Ich sitze vor einem Angebot, das ich eigentlich absagen sollte. |
| Frage an den Leser | Wann hast du einem Kunden zuletzt Nein gesagt, und wie hat es sich angefühlt? |
| Klare These | Unser bestes Angebot hatte eine Seite. Die anderen hatten zwölf. |
Tabelle: Beispiele, keine echten Beiträge.
[ AUS DER PRAXIS ]
Am besten funktionieren bei Marvin zwei Einstiege: eine persönliche Szene und eine direkte Frage an den Leser.
∗ Erfahrungswert aus Marvins Projekten, keine öffentliche Quelle
Mehr Beispiele, sortiert nach Typ, und die typischen Clickbait-Fallen stehen in LinkedIn-Hooks: Beispiele für B2B-Beiträge.
Hooks, die niemanden halten
„Ich freue mich sehr, heute mitteilen zu dürfen“ hat noch keinen Daumen vom Scrollen abgehalten. Eine Frage, die man mit einem Schulterzucken beantworten kann, genauso wenig. Und „Das hier wird dein Leben verändern“ verändert vor allem, wie ernst man dich nimmt.
Ein guter Hook ist auf LinkedIn übrigens dasselbe wie eine gute Betreffzeile im Postfach: der Türsteher für alles, was danach kommt. Was nach dem Einstieg kommen sollte, steht in LinkedIn-Beiträge schreiben.
Wer Lenas erste Sätze geprägt hat
Ihr Ausbilder Marvin Linxweiler ist seit fast fünf Jahren Ghostwriter für Gründer auf LinkedIn. Was er dabei über Aufhänger und Aufbau gelernt hat, steckt in Lenas Arbeitsweise. Ob ihr erster Satz sitzt, entscheidest trotzdem du, denn ohne deine Freigabe erscheint nichts. Mehr in ihrer Akte unter Lena.