[ DEFINITION ]
Eine Content-Strategie ist der schriftliche Plan, für wen ein Unternehmen Inhalte erstellt, zu welchen Themen, in welchem Rhythmus und mit welchem Ziel.
Eine Content-Strategie ist der Bauplan für dein Content-Marketing. Sie beantwortet drei Fragen, bevor irgendwer anfängt zu tippen:
- Für wen schreibst du? Also wer soll am Ende lesen, nicken und sich melden.
- Worüber schreibst du? Die Themen, bei denen du wirklich etwas zu sagen hast.
- Wozu schreibst du? Anfragen, Vertrauen, Bewerbungen oder gleich alles davon.
Erst danach kommen Kanäle, Formate und der Redaktionsplan. Wer die Reihenfolge umdreht, postet fleißig und fragt sich nach ein paar Monaten, wofür eigentlich.
Eine Strategie zu haben, behaupten übrigens fast alle: 97 % von 1.015 befragten B2B-Marketern sagen, sie hätten eine (Content Marketing Institute, Befragung Sommer 2025, überwiegend Nordamerika, abgerufen am 13.9.2026). Ob die jemand aufschreiben und in fünf Minuten erklären könnte, fragt die Studie leider nicht.
Eine Strategie auf einer Seite
So könnte das für einen ausgedachten Maschinenbauer mit 60 Leuten aussehen:
Für wen: Einkaufs- und Produktionsleiter in Lebensmittelbetrieben, DACH
Worüber: 1. Stillstand vermeiden 2. Hygiene und Prüfungen 3. Blick in die eigene Fertigung
Wer spricht: Geschäftsführer (Markt, Entscheidungen), Leiterin Service (Praxis, Fehler)
Wo: LinkedIn, beide Personen mit eigenem Profil
Rhythmus: je Person 3 Beiträge pro Woche
Ziel: Anfragen für Wartungsverträge, gemessen im Erstgespräch („Woher kennst du uns?“)Braucht deine Strategie ein eigenes Inhaltsverzeichnis, ist sie vermutlich schon wieder ein Projekt mit Lenkungskreis. Wie du sie in fünf Schritten aufsetzt, steht in Content-Strategie für B2B.
Der Rhythmus, ehrlich gerechnet
Beim Rhythmus wird am liebsten geschönt. Marvin empfiehlt im B2B aus eigener Erfahrung 3 bis 5 Beiträge pro Woche je Person, entscheidender ist aber, dass du das über Monate hältst. Was Ratgeber und Daten zur Frequenz sagen, steht in Wie oft auf LinkedIn posten?
Wer bei staaff die Richtung bestimmt
Die Grundlagen legt die Einarbeitung: Zielgruppe, Marke, Angebot und die Stimme der Person, für die geschrieben wird. Darauf baut Lena jede Woche ihre Themenvorschläge auf, doppelt so viele, wie Beiträge erscheinen. Du suchst aus. Dazu kommen alle zwei Wochen 30 Minuten Abstimmung. Die Richtung bleibt also bei dir, das Tippen nicht.