[ DEFINITION ]
Thought Leadership ist der Ruf einer Person oder eines Unternehmens, im eigenen Fach Einschätzungen zu liefern, die andere suchen, teilen und zitieren.
Thought Leadership bekommt man zugeschrieben. Sich selbst dazu zu ernennen klappt ungefähr so gut, wie sich selbst einen Spitznamen zu geben. Sie entsteht, wenn jemand über lange Zeit eigene Gedanken mit Substanz veröffentlicht: Einschätzungen, die man so noch nicht gelesen hat, Erfahrungen aus der eigenen Arbeit, klare Meinungen. Man könnte sagen: die Königsklasse des Personal Branding.
Liest das überhaupt jemand?
Laut einem Report von LinkedIn und der PR-Agentur Edelman sagen 52 % der befragten Entscheider und 54 % der Führungskräfte aus der obersten Ebene, dass sie jede Woche eine Stunde oder mehr mit Thought Leadership verbringen. 75 % sagen, ein bestimmter Text habe sie dazu gebracht, sich ein Produkt anzusehen, das sie vorher nicht auf dem Zettel hatten (LinkedIn, 2024 B2B Thought Leadership Impact Report, abgerufen am 13.9.2026).
Zwei Einschränkungen gehören dazu: LinkedIn ist Mitherausgeber und hat ein Interesse daran, dass solche Inhalte wichtig wirken, und die Stichprobe steht im verlinkten Artikel nicht. Die Zahlen zeigen also, was Befragte über sich sagen, nicht, was sie tatsächlich tun.
Was dir ein Ghostwriter abnehmen kann
Ein Ghostwriter kann Gedanken ordnen, zuspitzen und regelmäßig veröffentlichen. Den Gedanken selbst kann er dir nicht abnehmen. Deshalb bleibt beim LinkedIn-Ghostwriting der Inhalt bei dem Menschen, unter dessen Namen er erscheint, und jeder Text braucht seine Freigabe. Bei einem digitalen Mitarbeiter ist das genauso: Die Gedanken bringst du mit, das Tippen nicht mehr.
Der unterschätzte Hebel
Regelmäßigkeit. Unsexy, aber wirksam. Wer ein Jahr lang jede Woche etwas Eigenes zu sagen hat, wird eher gehört als jemand, der einen brillanten Beitrag schreibt und danach für immer schweigt.
Genau daran scheitern viele Geschäftsführer im Alltag. Aus Marvins Erfahrung aus zwei Gründen: keine Zeit, und keine Idee, worüber. Wie der Einstieg trotzdem klappt, steht in LinkedIn für Geschäftsführer. Welche digitalen Mitarbeiter bei staaff schon arbeiten, steht unter Mitarbeiter.